Braunschweig (ots)
Braunschweig, Schlossplatz
02.06.26, 17.30 Uhr
Zwei Ersthelferinnen reagieren schnell und entschlossen
Gestern Abend ist vor dem Schloss eine 34-jährige Frau kollabiert. Nachdem ein Begleiter der Frau über den Notruf Rettungskräfte alarmierte, wurden zwei Passantinnen auf die Situation aufmerksam. Unverzüglich leisteten diese Erste Hilfe und leiteten sogar Reanimationsmaßnahmen ein. Die weiteren medizinischen Maßnahmen wurden dann durch eine eintreffende Rettungswagenbesatzung fortgeführt. Nach Stabilisierung der 34-Jährigen, wurde sie einem Krankenhaus zugeführt.
Neben dem beherzten Verhalten der beiden Ersthelferinnen war das Verhalten einer Vielzahl von Passanten leider alles andere, als vorbildlich. Angezogen von der hilflosen Lage der Frau, scharrten sich zahlreiche Schaulustige um das Szenario, wodurch u.a. auch die Rettungsmaßnahmen behindert wurden. Ansprachen wurden ignoriert oder man reagierte äußerst widerwillig. In Summe waren drei Funkstreifenbesatzungen der Polizei erforderlich, um die Gaffer, unter denen sich auch Eltern mit kleinen Kindern befanden, vom Ort zu verweisen. Zusätzlich wurde die Feuerwehr hinzugerufen, die einen Sichtschutz für die Rettungsmaßnahmen errichteten.
Markus Glomb, Leiter des Polizeikommissariats Braunschweig-Mitte, bedankt sich für den Einsatz der Ersthelferinnen. Für das Verhalten der gaffenden Personen findet er deutliche Worte: „Ein solch sozialschädliches Verhalten ist nicht hinnehmbar und kann bei einer Behinderung von Rettungsmaßnahmen auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. In Notsituationen muss Betroffenen und Helfern stets der erforderliche Raum gelassen werden, um Rettungsmaßnahmen nicht zu behindern und Hilfebedürftigen schnellstmöglich die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen. Darüber hinaus sollte eine taktvolle Rücksichtnahme auf die Situation Verletzter zu den Selbstverständlichkeiten unseres sozialen Miteinanders gehören.“
