Geburtshilfe sichern – Hebammen stärken

  • Versorgungslage weiterhin angespannt – Verbesserungen durch Vertragsänderungen jetzt bewerten
  • Klarheit über Entwicklung und Engagement der Verwaltung gefordert

BRAUNSCHWEIG (2. April 2026). Die CDU-Ratsfraktion bringt zur kommenden Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesundheit am 15. April erneut eine Anfrage zur aktuellen Situation der Hebammenversorgung in Braunschweig ein. Ziel ist es, mehr Transparenz über die Entwicklung seit Herbst vergangenen Jahres sowie über mögliche Verbesserungen durch den angepassten Hebammenhilfevertrag zu erhalten.

Die Sicherstellung einer verlässlichen Geburtshilfe ist aus Sicht der CDU eine zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Fraktion auf zunehmende Probleme hingewiesen. Die Rückmeldungen aus der Praxis und die Antworten der Verwaltung zeigten damals deutlich, dass sich die Versorgungssituation verschlechtert hatte: Werdende Mütter konnten nicht mehr vollständig vermittelt werden, gleichzeitig ging die Bereitschaft von Hebammen zur Übernahme von Betreuungen spürbar zurück.

„Die Entwicklung in der Hebammenversorgung hat uns schon vor Monaten große Sorgen bereitet. Wenn werdende Mütter keine verlässliche Betreuung mehr finden, ist das nicht nur ein organisatorisches Problem, sondern eine echte Belastung für Familien in einer sensiblen Lebensphase“, erklärt Thorsten Wendt, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. „Deshalb erwarten wir von der Verwaltung eine klare Darstellung, welche Maßnahmen seitdem ergriffen wurden und wie sich die Situation konkret entwickelt hat.“

Inzwischen wurden auf Bundesebene Anpassungen am Hebammenhilfevertrag erreicht, die unter anderem Erleichterungen bei Dokumentation und Abrechnung sowie Verbesserungen bei der Vergütung vorsehen. Diese Änderungen gehen maßgeblich auf politischen Druck von CDU und CSU sowie auf das Engagement der Hebammen selbst zurück.

Die CDU will nun wissen, ob und in welchem Umfang sich diese Anpassungen bereits positiv auf die Versorgungssituation in Braunschweig auswirken. Gleichzeitig steht die Frage im Raum, welchen Beitrag die Stadtverwaltung selbst zur Stabilisierung der Lage geleistet hat.

Sophie Ramdor, CDU-Landtagsabgeordnete, betont: „Vor allem dank des politischen Drucks auch aus der CDU-Landtagsfraktion und des Einsatzes der Beleghebammen aus Braunschweig konnten noch Änderungen im Hebammenhilfevertrag vorgenommen werden, deren Auswirkungen auf die Praxis nun weiterhin genau beobachtet werden müssen. Anders, als dies der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi noch im November 2025 behauptet hat, hätte der alte Vertrag mehr Bürokratie und deutliche Gehaltseinbußen für die Beleghebammen bedeutet.“

Für die CDU ist klar: Die Geburtshilfe darf nicht dem Zufall überlassen werden. Mit ihrer Anfrage will die Fraktion dazu beitragen, bestehende Defizite offen zu benennen und die Grundlage für weitere Verbesserungen zu schaffen – im Interesse der Familien in Braunschweig.