- CDU tritt Antrag zur finanziellen Absicherung von Ersatzpflanzungen bei
- Seit Jahren für den Erhalt des Baumbestandes in Braunschweig engagiert
BRAUNSCHWEIG (4. März 2026). Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig ist einem Antrag von SPD und Grünen beigetreten, mit dem die Verwaltung beauftragt wird zu prüfen, wie finanzielle Mittel zur Nachpflanzung gefällter Bäume innerhalb des bestehenden Haushalts bereitgestellt werden können.
Hintergrund ist die aktuelle Gesamtbilanz des Fachbereichs Stadtgrün: Im Jahr 2024 mussten 682 Bäume im Stadtgebiet gefällt werden. Im Folgejahr konnten bislang lediglich 424 Bäume nachgepflanzt werden. Damit verbleibt ein Minus von 258 Bäumen. Dieser dauerhafte Substanzverlust ist aus Sicht der CDU-Fraktion nicht hinnehmbar.
„Wenn wir Jahr für Jahr mehr Bäume verlieren, als nachgepflanzt werden, entsteht ein strukturelles Defizit, das sich langfristig massiv auf das Stadtklima auswirkt“, erklärt Antoinette von Gronefeld, stellvertretende Vorsitzende des Umwelt- und Grünflächenausschusses. „Bäume sind kein dekoratives Beiwerk, sondern ein zentraler Bestandteil urbaner Lebensqualität. Sie spenden Schatten, kühlen die Luft und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“
Die CDU-Fraktion verweist darauf, dass sie sich bereits seit vielen Jahren konsequent für den Erhalt und die Stärkung des Baumbestandes einsetzt. Schon 2017 hatte sie – gemeinsam mit den Grünen – die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zum Ersatz von damals 1.105 verlorengegangenen Bäumen zu entwickeln. Ergebnis war die erfolgreiche Teilnahme an einem Bundesförderprogramm, durch das rund zwei Millionen Euro eingeworben werden konnten. Unter dem Titel ‚Braunschweig – Klimaschutz mit urbanem Grün‘ wurden 650 Ersatzpflanzungen ermöglicht, weitere 126 Ersatzpflanzungen wurden über den städtischen Haushalt finanziert.
Darüber hinaus hat die CDU das Baumspendenprogramm „Mein Baum für Braunschweig“ initiiert. Dieses bietet Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen die Möglichkeit, sich aktiv an der Vergrößerung des städtischen Baumbestandes zu beteiligen.
„Wir stehen für eine nachhaltige Stadtentwicklung“, so von Gronefeld weiter. „Es darf nicht sein, dass der Verlust von Bäumen zur neuen Normalität wird. Wenn finanzielle Engpässe Nachpflanzungen verhindern, müssen wir Prioritäten neu setzen. Jeder nicht ersetzte Baum ist ein Verlust für kommende Generationen.“
Mit dem gemeinsamen Antrag soll nun kurzfristig geprüft werden, ob Haushaltsreste oder Umschichtungen innerhalb bestehender Ansätze genutzt werden können, um zusätzliche Nachpflanzungen zu ermöglichen. Ziel ist es, den negativen Trend zu stoppen und den Baumbestand in Braunschweig langfristig zu sichern.
