Braunschweig bleibt Fairtrade-Stadt

Braunschweig. Die Stadt Braunschweig darf den Titel „Fairtrade-Stadt“ auch in den kommenden zwei Jahren weiterführen. Fairtrade Deutschland e.V. hat erneut bestätigt, dass Braunschweig sämtliche Anforderungen der internationalen Fairtrade-Towns-Kampagne erfüllt.

Bereits seit 2014 trägt die Stadt diese Auszeichnung, gemeinsam mit zahlreichen Akteuren in der Stadtgesellschaft wird das Engagement für den fairen Handel kontinuierlich ausgebaut. „Die Verlängerung des Titels zeigt, dass fairer Handel in Braunschweig fest verankert ist“, betont Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa. „In vielen Projekten arbeiten Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Wirtschaft zusammen. Gemeinsam werden wir uns auch künftig dafür einsetzen, den fairen Handel auf lokaler Ebene weiter zu stärken.“

Grundlage der Auszeichnung ist die Erfüllung von fünf festgelegten Kriterien, die Braunschweig seit der erstmaligen Zertifizierung nachweislich umsetzt. Dazu gehören unter anderem der Einsatz von fair gehandeltem Kaffee bei der städtischen Gästebewirtung, ein Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels sowie ein Angebot fair gehandelter Produkte im lokalen Einzelhandel und in der Gastronomie. Ergänzt wird dies durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, die ganz überwiegend von engagierten Ehrenamtlichen getragen und von den lokalen Medien begleitet wird.

Die Weiterentwicklung Braunschweigs als Fairtrade-Stadt wird seit Beginn von einer eigens gegründeten Steuerungsgruppe koordiniert. In diesem Gremium arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen Kirche, des Arbeitsausschusses Innenstadt, des Arbeitsausschusses Tourismus, des DEHOGA, des DGB, des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung, des Vereins Fair in Braunschweig e. V. sowie der Stadtverwaltung zusammen und stoßen Aktivitäten an. Seit dem Jahr 2025 ist zudem die Technische Universität Braunschweig als Fairtrade University Teil der Steuerungsgruppe. An der Hochschule wird der faire Handel unter anderem durch Projekte und Aktionen sichtbar gemacht.

Das Spektrum des Engagements in Braunschweig ist dabei breit gefächert: Die Faire Woche und das Faire Frühstück sind ebenso feste Bestandteile des städtischen Veranstaltungskalenders wie zahlreiche Schulprojekte rund um das Thema Fairtrade.

Auch die Stadtverwaltung bringt sich ein und fördert entsprechende Einzelprojekte. Beispielsweise wurden die Durchführung der Veranstaltungsformate Impact Biz Kits sowie auch die jährlich stattfindende Faire Woche finanziell unterstützt. Weiterhin ist die Unterstützung eines Standes zum Thema Fairtrade auf dem Tag der Niedersachsen geplant, für den ebenfalls eine Förderung zugesichert worden ist.

Weitere Informationen zum Thema und zur Arbeit der Steuerungsgruppe sind im Internet unter www.braunschweig.de/fairtrade zu finden.