CDU-Ortsverband Wabe-Schunter: Neujahrswanderung 2026-Bericht

Am Samstag, 10.01.2026, führte uns Rangerin Anke Kätzel bei unserer Neujahrswanderung im Naturschutzgebiet Riddagshausen dieses Mal bei klirrender Kälte durch tiefen Schnee. Unsere Wanderung führte uns um den Mittelteich und über den Willke-Weg und die Buchhorst zurück zum Haus Entenfang. In der Nacht hatte es noch einmal geschneit. So konnten wir den selten gewordenen frischen Schnee und die abendliche Wintersonne richtig genießen.
Thema der Wanderung war passend zum Wetter die Suche nach Spuren. Dies erwies sich in dem hohen Schnee als gar nicht so einfach. Die meisten Spuren um die Teiche stammten vom Menschen und Hunden und viele Tierspuren der Tage davor waren schon wieder verschneit. So berichtete Anke Kätzel, dass die Spur eines Fischotters zwischen den Hälterbecken des Fischers am Mittelteich und dem Schapenbruchteich zu sehen gewesen war. Offensichtlich hatte der Fischotter auf der Suche nach Nahrung beim Fischer vorbeigeschaut. Diese Nahrungsquelle hatte auch ein Graureiher entdeckt, der schon seit Tagen auf der dünnen Eisdecke der Hälterbecken steht und in das hier offene Wasser späht. In einem Baum direkt am Weg saß auch ein dick aufgeplustertes Rotkehlchen, das sich von den Spaziergängern nicht stören ließ.
Am Willke-Weg konnte man dann aber gut Wildschweinfährten erkennen, die zwischen Birkenwäldchen und Schapenbruchteich wechselten. Auch ein paar Rehspuren waren dabei.
Zur Veranschaulichung hatte Anke Kätzel verschiedene Trittsiegel dabei, mit welchen man Spuren in den Schnee drücken konnte. Die Spur eines Wolfes neben der eines großen Hundes zeigte die Unterschiede: Wolfsspuren sind sehr groß, länglich geformt und die Zehen sind nach vorn gerichtet. Hundespuren sind dagegen eher rundlich und die Zehen zeigen nach außen. Eine sichere Unterscheidung ist für Laien aber schwierig. Ein echter Wolf war auch gerade nicht zugegen, wenngleich es bereits Beobachtungen im Naturschutzgebiet gegeben hat.
Besonders aktiv sind derzeit die Spechte. Sie suchen sich abgestorbene Äste als gute Resonanzkörper, damit ihr Trommeln weit hörbar ist. Damit signalisieren sie: „hier bin ich, das ist mein Revier“ und „ich suche einen Partner“. Fünf verschiedene Spechtarten gibt es im Naturschutzgebiet, Im Winter kann man die Vögel besonders gut beobachten, wenn kein Laub an den Bäumen ist. Anke Kätzel zeigte uns einen Stamm mit einer aufgeschnittenen Spechthöhle des Buntspechtes, die mit ca. 30cm erstaunlich tief ist. Das Einflugloch ist bei den meisten Spechten rund. Der Schwarzspecht, unser größter Specht, macht ovale Löcher, die oftmals an ein gotisches Fenster erinnern.
Auf dem Rückweg über den Nehrkornweg zog die Temperatur deutlich an und der Schnee knirschte unter den Schuhen, die Abendsonne tauchte die Klosterkirche in ein orangenes Licht und sorgte für einen krönenden Abschluss unserer Wanderung.
Text: Thorsten Wendt, CDU-OV Wabe-Schunter
Fotos: Reinhard Frieden