Realistischerer Weg zur Treibhausgasneutralität

  • Viele CDU-Forderungen im neuen Konzept der Verwaltung umgesetzt
  • Erstmals überprüfbare Zwischenziele und wirtschaftliche Instrumente

BRAUNSCHWEIG (9. Januar 2026). Die CDU-Ratsfraktion hat in der Ratssitzung im Dezember dem Konzept zur treibhausgasneutralen Stadtverwaltung zugestimmt. Aus Sicht der CDU setzt das Papier erstmals auf realistische Zeitpläne, wirtschaftliche Instrumente und klare Zwischenziele – zentrale Forderungen, die die Fraktion bereits 2024 eingebracht hatte.

„Wir stimmen diesem Konzept zu – aus Überzeugung und auch mit einer gewissen Genugtuung. Viele Ansätze, die wir seit Jahren fordern, finden sich nun endlich wieder. Das Konzept ist nicht perfekt, aber es ist realistisch, überprüfbar und deutlich belastbarer als das frühere Klimaschutzkonzept“, betont die umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Antoinette von Gronefeld.

Die CDU hatte bereits in 2024 mit dem Antrag „Maßnahmen statt Konzepte für die Treibhausgasneutralität“ konkrete Vorschläge eingebracht, die damals jedoch noch keine Mehrheit fanden. Nun sind zentrale Elemente davon Bestandteil des neuen Konzepts.

Besonders hervorzuheben sind drei Punkte:

1. Energiespar-Contracting als strategisches Kerninstrument

„Das ESC wird nun als Schlüssel bezeichnet, um Umsetzungskapazitäten zu erhöhen und Haushalte zu entlasten – genau das, was wir schon 2024 gefordert haben“, so von Gronefeld. „Dass die Stadt dieses Instrument jetzt vorbereitet, ist ein wichtiger Fortschritt.“

2. Beteiligung an Erzeugungsanlagen, insbesondere im Bereich Windenergie

Die Stadt soll – analog zu Wolfenbüttel – Wirtschaftlichkeit und Nutzen eigener Windenergieprojekte prüfen. Damit werde Klimaschutz nicht ideologisch gedacht, sondern pragmatisch und wirtschaftlich.

3. Überprüfbare Zwischenziele statt Symbolpolitik

„Wir haben immer gesagt: Klimaschutz braucht Zwischenziele. Jetzt liegen Reduktionsziele für 2028, 2033 und 2038 vor. Damit wird Klimaschutz steuerbar – und überprüfbar“, so die CDU-Sprecherin. Der endgültige Absenkpfad hänge zudem vom angekündigten Maßnahmenpaket von BS Energy ab.

Ein zentraler Punkt aus Sicht der CDU ist die realistische Neubewertung des alten Zieljahres. „Die Verwaltung macht jetzt ehrlich deutlich, dass das politisch gesetzte Ziel 2030 nicht erreichbar war. Dass man sich am gesetzlichen Zieljahr 2040 orientiert, ist ein verantwortungsvoller Schritt. Klimaschutz funktioniert nur, wenn Ziele fachlich machbar sind – nicht, wenn sie Wunschdenken folgen“, sagt von Gronefeld.

Die CDU begrüßt, dass das Konzept Klimaschutz nicht als reine Symbolpolitik versteht, sondern als Modernisierung der Verwaltung und als wirtschaftliche Strategie. Zum Abschluss fasst Antoinette von Gronefeld zusammen: „Wir unterstützen das Konzept, weil es endlich den richtigen Ansatz verfolgt: fokussiert, wirtschaftlich, realistisch und mit klarer Perspektive. Unser Ansatz, auf effektive Maßnahmen statt auf Schlagworte zu setzen, trägt erkennbar Früchte.“